02.03.2026 Einsatz für einen sauberen Wald

Anpacken war angesagt. Ran an die „Greifer“ und weg mit allem, was im Wald nichts zu suchen hat, hieß es bei der jüngsten Aktion von SWB Energie und Wasser. Statt zum Bäumepflanzen wie in den Vorjahren haben die Stadtwerke Bonn diesmal zum Müllsammeln eingeladen – mit erstaunlicher Resonanz.

Zusehen sind Foto: SWB Energie und Wasser Geschäftsführer Marco Westphal, Stadtförsterin Dr. Angelika Dauermann und Christoph Rullmann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bei der Begrüßung der Müllsammelaktion.
Von links: Christoph Rullmann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, SWB Energie und Wasser-Geschäftsführer Marco Westphal und Stadtförsterin Dr. Angelika Dauermann. (Fotos: SWB/Martin Magunia)

Familienaktion für die Umwelt

Vom Frühstückstisch aus direkt zum Treffpunkt am Beueler Finkenberg hatte es die meisten der rund 60 Erwachsenen und deutlich über ein Dutzend Kinder samt einiger Hunde aus allen Stadtteilen gezogen. Gemeinsam ist ihnen der Wille, etwas fürs Klima und ihre Umwelt zu tun, nicht nur durch den Bezug von klimafreundlicher Energie von den Stadtwerken, sondern auch durch ihre eigene Tatkraft. Deshalb hätten sie sich nicht nur für Strom und Gas von den SWB Energie und Wasser entschieden, sondern sich auch ohne Zögern für die Aktion angemeldet, erklärten Hanna und Richard Perrin aus der Südstadt, die mit ihren beiden Töchtern dabei waren.

Sogar mit drei Generationen, von der Oma bis zum Enkel, war Mirja Karschat aus Geislar gekommen: „Eine tolle Familienaktion.“ Sobald sie mit Handschuhen, Müllsäcken und Greifzangen ausgerüstet waren, konnten es der zweijährige Elijah und seine drei älteren Brüder kaum mehr erwarten, loszulegen. In fünf Gruppen strömten die Teilnehmenden aus. Start war am Vereinsheim des SV Ennert.

30.000 Bäume für Bonn

„Bei unseren bisherigen Aktionen haben wir mit unserer Kundschaft seit 2009 insgesamt mehr als 30.000 Bäume und Sträucher im Bonner Stadtwald gesetzt“, berichtete SWB-Geschäftsführer Marco Westphal. Auch die diesjährige Müllsammelaktion galt den Themen Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und Umweltschutz, bei der erneut auch die Experten von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) sowie der Stadtförsterei mitwirkten. SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann betonte, wie bedeutsam es sei, gemeinsam etwas für den Wald zu tun. Um Waldwissen zu verbreiten, hielt sein Team ein Müllmemory, Fühlkästen und Waldbingo bereit.

Zu sehen sind Personen die auf dem Gelände des SV Ennert Müll sammeln.
Müllsammelaktion Sportplatz Finkenberg in Bonn-Limperich.
Zu sehen sind Kinder mit Mülltüten und Greifzangen um den Müll im Wald aufzusammeln.
Auch die Jüngsten unterstützten tatkräftig.

Natur als Lebens- und Erholungsraum

Bevor sich die Teilnehmenden beim Imbiss von den SWB stärkten, wollten indes alle in den Wald. „Hier haben wir ein sich zuspitzendes Müllproblem“, sagte Stadtförsterin Dr. Angelika Dauermann über das Areal zwischen Finkenberg und Ennert. Umso mehr begrüßte sie die SWB-Initiative, „um der Natur effektiv zu helfen und für das Thema zu sensibilisieren“. Vermüllte Wälder bereiteten unter anderem Tieren Probleme, und der Wald erfülle viele ökologische Funktionen und sei für Menschen auch Naherholungsraum.

Sah es auf den ersten Metern für einige noch so aus, als ob es vielleicht gar nicht so viel zu tun gäbe, wurden sie schnell eines Besseren belehrt. Die Kessenicherin Ute Sandow zog schon nach wenigen Minuten einen alten Koffer aus dem Gebüsch und ist überzeugt: „Wenn irgendwo etwas rumliegt, wie ein Pizzakarton oder eine Fast-Food-Tüte, kommt oft bald noch mehr dazu. Also sollte man den Müll möglichst schnell wegräumen.“ Ein paar Meter weiter buddelten Kinder Konservendosen aus. Warum Pfandflaschen oder Batterien nicht fachgerecht entsorgt würden, wo es doch so einfach sei, wunderte viele. Ein Poppelsdorfer hatte binnen einer Stunde drei große orangefarbene Müllsäcke voll gesammelt: „vor allem Kleinzeug, von Styropor bis hin zum Kochtopf und Blechen von Regenrinnen“.

Illegales Autoreifenlager freigelegt

„Egal wie oft man hinschaut, man findet immer noch was. Das ist der Hammer“, so Susanne Lauterbach. Ramona und Hermann Arck aus Beuel trugen zwei Säcke Hausmüll aus dem Unterholz. Am Fuß des Finkenbergs stießen die Teilnehmenden auch auf eine Rolle Malervlies, ein Fahrrad und ein Lager mit rund 60 Autoreifen. „Die müssen hier nach und nach entsorgt worden sein“, mutmaßten sie.

Richtung Ennertbad fanden Teilnehmende Ölkanister, Teile eines Motorrollers, einen Fernseher, sowie viel Bauschutt und Hausmüll. All diese Funde sowie die vollen Säcke machten zusammen am Ende etwa fünf bis sechs Kubikmeter Müll aus.

Zu sehen ist eine Familie die im Wald Müll sammelt.
Auch Familie Karschat aus Geislar unterstützte die Müllsammelaktion.
Zu sehen ist eine Detailaufnahme eines Plastikbechers im Wald und einer Greifzange die diesen aufhebt.
Etwa fünf bis sechs Kubikmeter Müll wurden insgesamt gesammelt.

Aus den Abfallfunden entstehen Strom und Fernwärme

Der Müll wird sach- und fachgerecht entsorgt. Der Großteil wird in der SWB-Müllverwertungsanlage verbrannt, wobei aus dem Dampf der Abwärme im Heizkraftwerk Nord noch etwas Nützliches entsteht, wie Marco Westphal ausführte, nämlich Fernwärme und Strom für Bonn.

Ein Video zur Aktion finden Sie hier. 

Infos über diese unter weitere SWB-Angebote unter www.stadtwerke-bonn.de/fuer-zuhause. (as)

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