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29.09.2017

Erste Eckpunkte für das neue Schwimmbad im Rat vorgestellt

Erste Eckpunkte für das neue Schwimmbad im Rat vorgestellt
Transparent mit viel Glas und Blick ins Grüne: So hat 4a Architekten das neue Schwimmbad entworfen.

Die Projektentwicklung für das neue Bonner Schwimmbad ist so weit fortgeschritten, dass die Stadtwerke Bonn dem Rat der Stadt am Donnerstag, 28. September, erste Eckpunkte des entscheidungsreifen Konzeptes vorlegen können. Darin enthalten sind der Architektenentwurf mit dem Nutzungskonzept, Öffnungszeiten, der Entwurf eines Preismodells und eine Besucherprognose.

Die aus diesen Parametern abgeleitete erste Wirtschaftlichkeitsberechnung kommt zu dem Ergebnis, dass das neue Familien-, Schul- und Sportschwimmbad im Wasserland einen jährlichen Zuschussbedarf von rund 3 Millionen Euro hat.

 

Zugrunde gelegt sind in diesem Businessplanmodell ganzjährig großzügige Öffnungszeiten, ein günstiges Tarifmodell, das sich an den heutigen Eintrittspreisen der Bonner Bäder orientiert und eine vorsichtig ausgelegte Besucherprognose von 410.000 Nutzern pro Jahr. Mit eingerechnet sind Vorteile, die sich aus dem steuerlichen Querverbund im SWB-Konzern ergeben.

 

Auf Basis dieser Berechnung wäre das neue Schwimmbad mit seinem umfassenden Nutzungskonzept pro Jahr um mehrere Hunderttausend Euro günstiger, als eine grundlegende Sanierung und der Betrieb von Franken- und Kurfürstenbad, so die Einschätzung der Stadtwerke Bonn.

"Es ist den Stadtwerken gelungen, ein Konzept zu entwickeln, das endlich für alle ein modernes Freizeit- und Sportangebot bietet", erklärt Oberbürgermeister Ashok Sridharan. Die Projektentwicklung sei auf dem richtigen Weg. Es entstehe ein modernes, transparent gestaltetes und effizientes Schwimmbad, mit einem günstigen Tarifmodell, großzügigen Öffnungszeiten, 2000 Quadratmetern Wasserfläche und einem vielfältigen Angebot für alle Bonnerinnen und Bonner.

Sridharan: "Sportvereine, Schulklassen, Freizeitschwimmer und Wellnessliebhaber können sich auf ein modernes und sehr attraktives neues Schwimmbad freuen. Und es ist als erstes Bonner Schwimmbad barrierefrei."

SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock erklärt: "Mit diesen ersten Eckpunkten, haben die Ratsgremien nun Gelegenheit zur Beratung, um im Dezember über den Bau- und Betrieb durch die Stadtwerke Bonn Bad GmbH zu beschließen. Dabei sind wir weiterhin dankbar für Hinweise und Anregungen. Unsere Projektentwicklung für eine Inbetriebnahme im Jahr 2020 liegt im Zeitplan."

Die Gesamt-Investition beziffern die Stadtwerke Bonn auf 60,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind neben dem Hochbau (34,26 Millionen Euro) auch die Bereitstellung des Grundstücks (mit Erschließung, Außenanlagen, Stellplätzen, Bodensanierung, Regenwasserversickerung), Planungs- und Baunebenkosten (u.a. mit Bauleitplanung, Projektentwicklung, Vorlaufkosten, Generalunternehmerzuschlag) sowie Unvorhersehbares, Marktpreissteigerungen und Zwischenfinanzierung.

Eine Investition für alle Bonnerinnen und Bonner
Mit dieser Investition wird ein umfassendes Schwimmangebot mit mehr als 2000 Quadratmetern Wasserfläche entstehen und ein breites Angebot für alle Nutzergruppen geboten: für den Schwimmunterricht der Bonner Schulen, für Training und Wettkämpfe der Sportvereine, Freizeitschwimmer, Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren, Erholungssuchende und Frühschwimmer. Nach den vorsichtigen Prognosen der Stadtwerke Bonn werden rund 410.000 Nutzer (inklusive Schul- und Vereinsschwimmen) erwartet.

 

Das neue Schwimmbad wird das erste komplett barrierefreie Bad in Bonn sein, und so die diskriminierungsfreie Teilhabe am Freizeit- und Wettkampfsport ermöglichen.

Es hat einen separaten Zugang für Schulklassen sowie Sportvereine und bleibt auch dann für die Öffentlichkeit nutzbar, wenn Schulschwimmen, Vereinsschwimmen oder Wettkämpfe stattfinden.

 

Damit werden die Schwimmbadkapazitäten in Bonn für die Öffentlichkeit, für Schulen und Vereine deutlich erhöht. Insgesamt werden rund 95.000 Bahnstunden pro Jahr angeboten (Zum Vergleich: Frankenbad/Kurfürstenbad boten zusammen 54.000 Bahnstunden).

Bis zu 34 Grad Wassertemperatur


Das neue Bad wird mit seiner modernen und transparenten Gestaltung ein Ort mit besonderer Aufenthaltsqualität sein. Zum Wohlfühlen werden warme Wassertemperaturen beitragen. Für das Kleinkinderbecken ist eine Temperatur von 34 Grad vorgesehen, für das Erlebnisbecken 30 Grad (Außenbecken 32 Grad), Multifunktions- und Lehrbecken werden je nach Nutzung auf 28 bis 32 Grad temperiert. Das Solebecken im Sauna-Außenbereich wird ebenfalls 32 Grad haben.

Vorschlag für Preismodell und Öffnungszeiten
Für den Entwurf des Businessplans wird als Untergrenze ein familienfreundliches und auch im regionalen Vergleich günstiges Preisgefüge vorgeschlagen, das sich an heutigen Tarifen der Bonner Bäder orientiert: Eintrittspreise beginnend ab 4 Euro € (2,50 ermäßigt), familienfreundliche Tarife für das Erlebnisbad und günstige Angebote für Sauna und Wellness.

 

Das neue Schwimmbad wird ganzjährig geöffnet sein (außer an Weihnachten, Silvester und Neujahr). Frühschwimmen ist an allen Wochentagen möglich (montags bis freitags ab 6.30 Uhr / an Wochenenden ab 8 Uhr). Für Schulen und Vereine steht das Schul- und Sportbad an Wochentagen von 8 bis 21 Uhr zur Verfügung. An Wochenenden sind Wettkämpfe ebenfalls von 8 bis 21 Uhr vorgesehen.

Der Sauna- und Wellnessbereich ist täglich ab 10 Uhr geöffnet und schließt in der Regel um 22 Uhr (Freitag 23 Uhr / Sonntag 21 Uhr).

Drei Bereiche: Das erwartet die Schwimmerinnen und Schwimmer


Im Innern erwartet die Schwimmerinnen und Schwimmer eine vielfältige Schwimm- und Wasserlandschaft, die sich in drei Bereiche gliedert: Das Familienbad, das Schul- und Sportbad sowie den Bereich für Sauna und Wellness.

 

Familienbad: Das Familienbad erreicht man über den Haupteingang des Gebäudes. Es beinhaltet ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal und Sprudelliegen und bietet die Möglichkeit, nach draußen zu schwimmen. Auf Familien mit Kleinkindern wartet ein Planschbecken mit Kinderrutsche. Zum Familienbereich gehört der Rutschenturm (im Zentrum des Bades) mit mehreren Landebecken und zugeordnet ist außerdem das 25-Meter-Mehrzweckbecken mit acht Bahnen, ein Sprungturm und weitere Kursbecken je nach Bedarf.

 

Sport- und Schulbereich: Schulklassen und Sportler kommen über einen separaten Eingang in den abtrennbaren Schul- und Sportbereich im nördlichen Teil des Gebäudes. Für Schwimmunterricht, Training und Wettkämpfe gibt es hier ein 25-Meter-Becken mit 10 Bahnen, eine Zuschauertribüne für mehr als 300 Zuschauer und ein Mehrzweckraum für Sportkurse.

Drei weitere Becken mit Hubböden und warmem Wasser können von Schulen, Sportvereinen und für Kursangebote genutzt werden: ein Lehrschwimmbecken (12,5 x 8 Meter), ein Fitnessbecken (10 x 10 Meter), Multifunktionsbecken (10 x 8 Meter).

 

Sauna und Wellnessbereich:
Der Sauna- und Wellnessbereich ist im südlichen Teil des Gebäudes auf zwei Etagen und mit abgeschirmter Außenterrasse geplant. Es gibt direkte Zugänge zur Gastronomie und zum Familienbad. Sauna und Wellness können unabhängig vom Schwimmbad genutzt werden. Im Sauna- und Wellnessbereich warten fünf Saunen (darunter eine Eventsauna) und ein Dampfbad auf Besucher. Ergänzt wird der Bereich durch Solebecken, Fusswärmebecken und Ruheräume mit Blick in den Park.

 

Natürlich gestalteter Außenbereich


Der Außenbereich des Bades ist nach Südwesten ausgerichtet mit Blick auf den Venusberg und steht als Liegewiese zur Verfügung. In die natürlich gestaltete Parkanlage mündet das von innen zugängliche warme Außenbecken. Der bestehende Baumbestand wird nach Möglichkeit erhalten und in die Gesamtplanung integriert. Vorgesehen sind Begrünung der Dächer, Versickerung von Regenwasser und die Ersatzpflanzung für zu fällende Bäume.

Realisiert wird das neue Schwimmbad mit dem Büro 4a-Architekten Stuttgart, die über große Erfahrung im Schwimmbadbau verfügen und für Bonn ein modernes und transparent gestaltetes Bad entworfen haben. Architekt ist Ulrich Tillmanns, der in Bonn bereits an der Planung des Plenarsaales beteiligt war.

Gastronomie und Umkleiden


Die zentral gelegene moderne Gastronomie findet sich im südlichen Eingangsbereich mit Zugang vom großzügigen Foyer. Sie bietet Innen- und Außenplätze an, ist sowohl zugänglich vom Familienbad, vom Sauna- und Wellnessbereich, aber auch für Besucher geöffnet, die weder Saunen, noch Schwimmen möchten. Der Umkleidebereich bietet insgesamt 500 Schränke, die von Einzel- und Sammelkleiden zugänglich sind.

 

Bonnerinnen und Bonner gestalten mit


Eine Besonderheit in der Projektentwicklung ist die Beteiligung der Bonnerinnen und Bonner im Planungsprozess von Beginn an. Bereits an der Entwicklung des Nutzungskonzeptes haben sich 2016 in einer Bürgerwerkstatt auf dem Münsterplatz rund 2400 Bonnerinnen und Bonner mit ihren Ideen und Wünschen einbringen können. 88 Prozent der Vorschläge sind schließlich in den Planungen berücksichtigt worden.

Im August nahmen rund 70 Bürger am Architekturdialog teil und gaben den Planern eine Reihe von Anregungen und Vorschlägen mit auf den Weg. Außerdem begleiten Experten aus verschiedenen Nutzergruppen in den kommenden Monaten die weitere Planung in regelmäßigen Planungstreffen.

Die Frage, welche Rutschen als Attraktionen in dem neuen Schwimmbad installiert werden sollen, wird im ersten Quartal von Bonner Jugendlichen in einem Workshop erarbeitet und in die Planungen aufgenommen.

 

Standort: Gut erreichbar mit betrieblich/technischen Synergien
 Das neue Familien-, Schul- und Sportschwimmbad liegt geographisch im Zentrum des Bonner Stadtgebietes und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die neue DB-Haltestelle „UN Campus“ entsteht unmittelbar neben dem nördlichen Zugang zum Bad, und die beiden bahnparallele Radwegen ermöglichen die bequeme Anfahrt mit dem Rad. Am südlichen Eingang sind eine Schulbushaltestelle, 300 Fahrradstellplätze (erweiterbar) und 300 Autoparkplätze (erweiterbar) u.a. mit E-Ladesäulen geplant.

 

Die Zufahrt für Schul- und Reisebusse sowie Autos ist über die Christian-Miesen-Straße vorgesehen. Die Stadtbahnhaltestellen "Heussallee/Museumsmeile" und "Ollenhauerstraße" (Linien 66, 63, 16) sind rund 600 Meter entfernt, die Anbindung an die Straßenbahn ist über die rund 700 Meter entfernte Haltestelle "Hindenburgplatz" gegeben. Eine direkte Linienbusanbindung besteht derzeit über die Haltestelle "Wasserland" mit der Linie 631. Die Nachbarschaft zum bestehenden Sportpark Wasserland und zur Museumsmeile sowie die Nähe zu den rund 45.000 Arbeitsplätzen im benachbarten Bundesviertel entlang der B9 machen den Standort zusätzlich attraktiv.

 

Die Nähe zum benachbarten Heizkraftwerk Süd schafft zudem Synergien. Der Bedarf an Strom, Wärme und Kühlung kann klimaschonend vor Ort im Heizkraftwerk Süd bereitgestellt werden. Wasseraufbereitungsanlagen, Energieerzeugung, Leittechnik und Kommunikationssysteme können gemeinsam genutzt und die technische Betriebsführung durch Mitarbeiter des Heizkraftwerks ausgeführt werden.(ws)

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