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15.09.2017

Architekt des neuen Bonner Schwimmbads im Dialog

Architekt des neuen Bonner Schwimmbads im Dialog
Eine Innenansicht des geplanten neuen Schwimmbads in Dottendorf. Repro: 4a Architekten

Knapp ein Jahr ist das Projekt „Unser neues Schwimmbad“ jetzt alt: Der Stadtrat der Bundesstadt Bonn hat die Stadtwerke Bonn am 22. September 2016 mit der Konzeptionierung eines neuen Familien-, Schul-, Sport- und Freizeitbades in Bonn beauftragt. Mittlerweile nehmen die Planungen Gestalt an. Im Anschluss an den Architektenwettbewerb haben am Donnerstag, 14. September, das beauftragte Büro „4a Architekten“, das Planungsbüro Ulrich/Hartung und die Stadtwerke Bonn als Bauherrin in einem Architekturdialog Bonner Bürgerinnen und Bürger den Planungsentwurf vorgestellt.

Rund 70 interessierte Teilnehmer konnten Planer Hermann Ulrich und SWB-Unternehmenssprecher Werner Schui im Haus der Stadtwerke begrüßen und sie zu Ideen und Anregungen einladen. „Das Bad wird für Sie gebaut“, betonte Ulrich. „Im Prozess der Bürgerbeteiligung bitten wir Sie, sich einzubringen. Ihre Hinweise zur Architektur sind wie schon in der Bürgerwerkstatt zum Nutzungskonzept ein sehr wertvoller Beitrag." Bonns Sportdezernent Martin Schumacher ergänzte: „Wir freuen uns mit dem neuen Schwimmbad auf eine qualitative Verbesserung in unserer Stadt.“



Offen, heiter und mit Bezug nach außen


Erstmals stellte der Stuttgarter Architekt Ulrich Tillmanns öffentlich den Stand der Planungen vor. Er ist mit dem Bau des neuen Schwimmbads in Bonn zum zweiten Mal in der Bundesstadt tätig. Als junger Architekt hat er in dem Büro Behnisch Architekten gearbeitet und den Bonner Plenarsaal mit konzipiert und gebaut. „Wir möchten jetzt vor allem, dass sich die Menschen im neuen Schwimmbad wohl fühlen. Es soll ‚wohlfühlig‘ werden und sein“, umriss der Architekt die Idee hinter den Planungen. „Unsere Philosophie ist eine ‚demokratische Architektur‘: offen, heiter, viel Farbe, Holz und vor allem auch mit Bezug nach außen. Wir wollen vermitteln, dass auch die Natur eine Rolle spielt.“ So ist das Schwimmbad mit Glasfassaden nach Südwesten ausgerichtet, um die Morgen- und Mittagssonne ins Bad fluten zu lassen, umgeben von Natur.

Zwei miteinander korrespondierende Gebäudeteile

In einem großen Gebäudekomplex hat das Architekturbüro zwei Gebäudeteile konzipiert: das Schul- und Sportbad sowie das Familien- und Freizeitbad. Dieser kann, zum Beispiel beim Schul- und Vereinsschwimmen oder Wettkämpfen, real, optisch und akustisch abgetrennt werden. „Denn wir legen viel Wert auf gute Akustik“, berichtete Ulrich Tillmanns, „Technik soll nicht zu sehen sein, sondern schöne Materialien und Oberflächen.“ 

Intensive Gespräche beim Architekturdialog

Ulrich Tillmanns verwies mehrfach darauf, dass der derzeitige Planungsstand offen sei für Änderungen und Ergänzungen. An vier Stationen entwickelten sich dann intensive Gespräche zwischen Teilnehmern sowie Architekten und Planern. Erste Anregungen konnten die Büros bereits mit nach Hause nehmen: Gewünscht wurden unter anderem Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen im Eingangsbereich, Massagedüsen, eine gute Verbindung vom Fuß- und Radweg entlang der Gleise zum Eingangsbereich, Garderoben für Zuschauer der Sportveranstaltungen, Maßnahmen zum Vogelschutz auf den großen Glasfronten oder auch Familienduschen.

 

Wie geht es weiter?


Bis zum Dezember wird nun eine Vorlage für das Konzept des neuen Schwimmbads erarbeitet und in den SWB-Aufsichtsräten und im Rat der Stadt Bonn beraten. Die ersten Bauarbeiten könnten bereits 2018 beginnen, 2020 soll das neue Schwimmbad eröffnet werden.

Bürger begleiten den weiteren Planungsprozess

Das Beteiligungskonzept sieht außerdem vor, dass eine Gruppe ausgewählter Bonnerinnen und Bonner den weiteren Planungsprozess kontinuierlich begleiten wird. Dazu wurden rund zwei Dutzend Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Nutzergruppen ausgewählt, die in den kommenden Monaten in regelmäßigen Treffen kontinuierlich an den Plänen arbeiten. Dabei stehen die individuellen Erfahrungen der Teilnehmer im Vordergrund. Folgende Themen stehen für die Arbeitsgruppe „Funktion und Betrieb“ auf der Agenda: Erschließung und Zugang, Umkleiden und Sanitär, Schulschwimmen, Vereinsschwimmen und Leistungssport, Wettkämpfe und Veranstaltungen, Familienbad, Sauna und Wellness sowie Barrierefreiheit.

 

Als weiteren Baustein wird im ersten Quartal 2018 eine „Werkstatt Rutschen“ angeboten. Thema wird die Gestaltung der geplanten fünf Rutschen sein. Als Teilnehmer werden ca. 50 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 16 Jahren mit diskutieren. Die Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung wird über eine Zufallsauswahl den Teilnehmerkreis einladen. (vj)

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