03.09.2021 Stadt und Stadtwerke setzen auf Photovoltaik-Ausbau
Da scheint natürlich die Sonne, wenn OB Katja Dörner, SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock (re.) und SGB-Chef Lutz Leide an der Kita Rilkestraße das gemeinsame PV-Engagement von Stadt und SWB vorstellen. Foto: SWB/Westhoff

Im Juni 2021 sind auf Dächern von vier weiteren Kindertagesstätten im Stadtgebiet Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) in Betrieb gegangen. Mit den Anlagen der Einrichtungen Rilkestraße, Mörikestraße, „Am Hölder“ (Hedwig-Dransfeld-Straße) und „Am Apfelbaum“ (Im großen Garten) können pro Jahr rund 112.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Dies entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von ca. 28 Drei-Personen-Haushalten in Deutschland.

„Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel, alle städtischen Liegenschaften, bei denen dies möglich ist, mit Photovoltaik auszustatten“, erklärte Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

Rund zwei Drittel aller Dachflächen in Bonn sind potenziell für die solare Energiegewinnung geeignet. Wenn alle diese Flächen mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet würden, könnten so theoretisch 53 Prozent des Strombedarfs in Bonn regenerativ gedeckt werden. Bislang beträgt dieser Anteil lediglich 2,1 Prozent.

Support von den Stadtwerken

„Die Stadtwerke Bonn unterstützen nachhaltig die Solaroffensive der Bundesstadt, um weiter die lokale Energiewende mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien voranzutreiben“, sagte Peter Weckenbrock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Bonn GmbH. „Wir werden unser Engagement rund um Photovoltaik nochmals in den kommenden Jahren verstärken. Denn nur gemeinsam kann CO2 reduziert werden. Wir sind uns unserer Verantwortung für die kommenden Generationen bewusst. Die Energiewende schaffen wir nur gemeinsam! Die Stadtwerke Bonn sind auch hier eine verlässliche Partnerin der Stadtgesellschaft.“

Nach der Ausrüstung der vier Kita-Dächer mit PV-Anlagen haben das Städtische Gebäudemanagement (SGB) und die SWB Energie und Wasser weitere Standorte in einem gemeinsamen Arbeitskreis bereits beschlossen. So folgen in diesem Jahr noch Anlagen auf städtischen Dachflächen von Kitas und acht anderen Objekten. Für die dafür genutzten Dächer zahlen die SWB eine Pacht an die Stadt.

Klassische Win-Win-Situation

Lutz Leide, Leiter des Städtischen Gebäudemanagements (SGB), bewertet die Zusammenarbeit von Stadt und Stadtwerken: „Das ist eine klassische Win-Win-Situation, da durch die frühe Einbeziehung der SWB die Anlagen bereits bei Bezug des Gebäudes in Betrieb gehen können.“

Mit den PV-Anlagen auf ihren eigenen Gebäude-Dächern will die Stadt bei der Klimawende vorangehen. Insgesamt sind derzeit 60 PV-Anlagen mit einer Leistung von ca. 900 kWp in Betrieb, die pro Jahr rund 810.000 Kilowattstunden Strom erzeugen können. Weitere Anlagen werden in den nächsten Monaten und Jahren hinzukommen.
 
Neben der Installation auf städtischen Gebäuden setzt die Stadt auf die Solarverpflichtung im Neubau, die der Rat in seiner September-Sitzung 2021 beschließen soll. Ein Förderprogramm soll zusätzlichen Anreiz bieten, damit sich mehr Eigentümerinnen und Eigentümer von Bestandsgebäuden für die Installation einer PV-Anlage entscheiden. Den vierten Baustein zur Förderung der erneuerbaren Energien soll das Sonderprogramm „Solares Bonn“ darstellen – ein breites Beratungsangebot für Eigentümerinnen und Eigentümer in Zusammenhang mit der Planung und dem Bau einer PV-Anlage.

Alle Informationen rund um das Thema Photovoltaik gibt es auf den Internetseiten der Stadt unter www.bonn.de. (Presseamt/DA, vj)
 

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