07.02.2020 „Klimabotschafter“ werden zu Fernwärme-Experten
In der Schulbibliothek erarbeiteten sich die Fünft- bis Neuntklässler das Thema "Fernwärme" mithilfe der SWB-Spezialisten. Foto: SWB/Böschemeyer

Sonst sind die „Klimabotschafter“ des Bonner Clara-Schumann-Gymnasiums dafür zuständig, dass in ihren Klassenzimmern richtig gelüftet und der Papiermüll getrennt wird. Dank der Fachleute von den Stadtwerke Bonn sind sie nun auch kleine Experten in Sachen Fernwärme. Anlass ist der erste Bonner „Dicker-Pulli-Tag“ am Freitag, 7. Februar, gewesen.

Zum Aktions- und Informationstag zum Thema Klimaschutz und Heizenergie haben zwei SWB-Fernwärme-Spezialisten das Clara-Schumann-Gymnasium in der Bonner Südstadt besucht. Helmut Böhme und Dominik Bögli freuten sich über den Wissensdurst der 30 Fünft- bis Neuntklässler, die die Schule innerhalb ihrer Initiative „Clara fürs Klima“ zu „Klimabotschaftern“ ernannt hat. Zu deren Aufgaben gehört es auch, eine zu hohe Raumtemperatur in den Klassenzimmern zu melden, aber im Heizungsraum ihrer Schule waren sie zum ersten Mal. 
 

Kleine Anlage, keine Gerüche 
„Es riecht gar nicht, wie unsere Ölheizung zuhause“, stellte ein Schüler sofort fest. Warum dort auch weder ein Heizkessel noch eine Flamme zu sehen waren, hatten die SWB-Fachleute zuvor schon in der Schulbibliothek erklärt: „Weil auch das Clara-Schumann-Gymnasium mit Fernwärme heizt“. Wie schlau das ist, lernten die „Klimabotschafter“ bald: „Fernwärme ist eine fertige Wärme, die als 135 Grad heißes Wasser ins Haus kommt und zum Heizen der Zimmer und für Warmwasser genutzt wird.“ Weitere Vorteile: Man braucht keinen extra Platz im Haus für große Anlagen, hat geringe Unterhaltskosten, weil zum Beispiel keine Messung vom Schornsteinfeger mehr nötig ist, und ständig verfügbar ist die Fernwärme zudem.
 

Besser als Öl und Gas 
„Und was ist so umweltfreundlich daran?“, wollten die Klimabotschafter wissen. Ein lachender grüner Smiley auf einem Schaubild veranschaulichte es: Mit nur 134 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde (CO2/kWh) punktet die Fernwärme aus dem Bonner Heizkraftwerk Nord dank innovativer Anlagentechnik gegenüber der Gasverbrennung (226 Gramm CO2/kWh) und erst recht der Ölverbrennung (324 Gramm CO2/kWh) im Einfamilienhaus. „Dann geh ich heute noch zu Hause gucken, was wir haben“, nahm sich da eine Schülerin vor.

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