19.09.2022 Im Oktober steigen die Fernwärmepreise
Foto von Häusern mit Wärmebild, Häuser sind orange, die Umgebung blau eingefärbt

Die steigenden Energiekosten wirken sich auf die Bonner Fernwärme aus, da SWB Energie und Wasser neben der Abwärme aus der Müllverbrennung auch Erdgas einsetzt, um die Fernwärme zu erzeugen. Die Preise werden zwei Mal im Jahr automatisch über die vertraglich festgehaltenen Preisformeln angepasst, in welche unter anderem der Erdgaspreis eingearbeitet ist. Zum 1. Oktober 2022 wird sich vor allem der Fernwärme-Arbeitspreis spürbar erhöhen.

In die Formeln werden zum Zeitpunkt der Preisänderung Werte eingesetzt, so dass sich ein neuer Preis berechnet, der dann für ein halbes Jahr gilt. Diese Werte kommen nicht von SWB Energie und Wasser, sondern von unabhängigen Stellen, wie zum Beispiel dem Statistischen Bundesamt. Der kommunale Versorger hat deshalb keinen Einfluss auf die Entwicklung der Fernwärmepreise. Weitere Infos gibt es hier

Energiesparen und Abschläge anpassen

Auf www.stadtwerke-bonn.de/energiesparen hat SWB Energie und Wasser Tipps zusammengestellt, mit denen Geld und Energie gespart werden kann. Das Unternehmen empfiehlt die Abschlagspläne auf die neuen Preise anzupassen, um zu hohe Nachzahlungen zu vermeiden. Nützliche Informationen zur Energielieferung erhalten Kundinnen und Kunden nach ihrer Registrierung im Online-Portal auf www.stadtwerke-bonn.de/online-service

Online finden sie zudem Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Energiepreiskrise und zur Erdgaspreisentwicklung. Darüber hinaus hat SWB Energie und Wasser dargestellt, wie Bonnerinnen und Bonner in Zeiten hoher Energiekosten unterstützt werden

Fakten zur Bonner Fernwärme

Der Primärenergie-Faktor der Bonner Fernwärme beträgt derzeit 0,25 (Bescheinigung des Primärenergiefaktors) und ist unter anderem deshalb so effizient, weil SWB Energie und Wasser diese auch mithilfe des Prinzips der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt und Hausmüll mit einbezieht. Im Heizkraftwerk Nord werden pro Jahr bis zu 194.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. 

Mittel- bis langfristig ist geplant, die dortige Erzeugung auf Wasserstoff umzustellen. Dafür wird am HKW Nord derzeit die Gas- und Dampfturbinenanlage modernisiert. Das Ziel ist Fernwärme mittels grünem Wasserstoff bereitzustellen, um den bisherigen fossilen Anteil durch regenerative Energien zu ersetzen. 

SWB Energie und Wasser erweitert sukzessive das Fernwärmenetz, das bereits heute 120 Kilometer lang ist und knapp 2800 Gebäude klimaneutral mit Wärme versorgt. Darunter sind Unternehmensgebäude, Objekte der Bonner Universität, Gebäude der Stadt Bonn und viele Wohnhäuser von Wohnungsbaugesellschaften. Fernwärme eignet sich vor allem für  Mehrfamilienhäuser. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist ein wirtschaftlicher Betrieb dann besonders interessant, wenn ein ganzer Straßenzug erschlossen bzw. saniert wird. (sz)

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