29.06.2020 Energiegeladenes Finale im Autotheater Bonn
Im Autotheater Bonn standen am Wochenende zum letzten Mal die Künstler auf der Bühne. Mit ihnen feierte auch SWB Energie und Wasser den erfolgreichen Abschluss.

Der letzte Abend auf der Bühne des Autotheaters Beuel, das durch die finanzielle Unterstützung von SWB Energie und Wasser möglich gemacht wurde, gehörte am Samstag einem scharfzüngigen Duo. Die beiden Musikkabarettisten Jakob Heymann und Falk nahmen aber nicht nur die chronische Doppelmoral ihrer Mitmenschen unter die Lupe, sie freuten sich auch darüber, „was in Bonn mit dieser Bühne auf die Beine gestellt wurde.“

Tatsächlich war es eine besondere Bühne in besonderen Zeiten: Kommunale und private Theater haben diese Kulturstätte vor den Theaterwerkstätten in Beuel zu Coronavirus-Zeiten bespielt. An diesem Abend war es das Pantheon, zuvor das Theater Bonn, das Junge Theater, das Haus der Springmaus und weitere Theatermacher der freien Szene. Sie haben ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, um trotz empfohlenem Social Distancing Live-Erlebnisse zu ermöglichen.

SWB hat „Bühne für Bonn“ unterstützt
Und SWB Energie und Wasser hat einen wesentlichen Beitrag für diese „Bühne für Bonn“ geleistet. „Die Coronavirus-Krise und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen haben Künstler und Kulturschaffende hart getroffen. Umso mehr war es uns eine große Freude, gemeinsam mit dem Autotheater Beuel in dieser schwierigen Zeit die Kulturszene in Bonn zu fördern. Wir haben die kreativen und energiegeladenen Auftritte auf der Bühne des Autotheaters sehr gerne unterstützt und leisten als regionaler Energieversorger damit einen Beitrag für Kunst und Kultur in Bonn“, erklärt Jürgen Winterwerp, SWB-Bereichsleiter Kommunikation und Marketing.

Musikkabarettisten mit Autotheater-Mitmach-Lied im Gepäck
Zum letzten Mal haben sich im Wind biegende SWB-Fahnen den Besuchern in ihren Autos den Weg zu ihren Stellplätzen gewiesen. „Ich muss jetzt erst mal kurz das Bild dieser Autos hier vor mir absorbieren“, sagte Jakob Heymann zu Beginn seines ersten Autotheater-Auftritts und betonte, wie schön es sei, dass er auf diese Weise seine Lieder mal im Radio präsentieren dürfe. „Liedermacher sind selten im Radio zu hören, da gibt es eher weichgespülten Quatsch“, so Heymann. Die perfekte Überleitung zu seinem ersten Lied, das von Schnulzensängern, „die unser Hirn zu Matsch machen“, handelte. Es folgte mit „##@@@“ eine Breitseite auf diejenigen, die schon alles geliked und geteilt hätten, deren Akkus voll, aber Herzen leer seien. Kollege Falk stimmte ein Lied über die Freundschaft an, an das sich – mal allein, mal gemeinsam dargeboten – die Hymne auf das Leiden, das Abschiedslied, ein Lied ohne Grenzen, ein kurzes Liebeslied, ein Lied auf Kinder, ein Lied auf Pädagogen und die „Weltpremiere“ vom Autotheater-Mitmach-Lied namens „Munter spielt Monika Mundharmonika“ anschlossen.

Neue Form des Applaus fürs Autotheater entwickelt
Heymann und Falk sangen und musizierten aber nicht nur, sie brachten dem Publikum auch eine neue Form des Applaus bei, nachdem ihre Aufforderung zum verbotenen Hupen nicht so gut angekommen war: „Auf 1,2,3 macht ihr die Autotüren auf.“ Das Publikum dankte nach über anderthalb Stunden mit Lichthupen, Aufblenden und Warnlichtern für einen Abend mit Scharfsinn, Gesellschaftskritik, Albernheiten und Leidenschaft und bekam eine Zugabe – die letzte im Autotheater Bonn.

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