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Sieger des Energieeffizienz-Preises ausgezeichnet

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Die Gewinner des 7. Bonner Energieeffizienz-Preises.

SWB Energie und Wasser hat zum siebten Mal zukunftsweisende Energieeffizienz-Ideen von Bonnern gekürt. Im Gobelinsaal des Alten Rathauses zeichneten Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan und SWB Energie und Wasser-Geschäftsführer Peter Weckenbrock fünf herausragende Beispiele für energiesparendes Bauen mit dem Bonner Energieeffizienz-Preis 2015 aus.

„Klimaschutz geht uns alle etwas an“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan bei der Verleihung des siebten Energieeffizienz-Preises im Gobelinsaal des Alten Rathauses. Dort wurden am Dienstag, 26. Januar, vier Privatkunden und ein Geschäftskunde für energieeffizientes Bauen ausgezeichnet. Sridharan erinnerte an die globale Klimaschutzvereinbarung von Paris und lobte die Gewinner dafür, auf kommunaler Ebene mit gutem Beispiel vorangegangen zu sein. „Sie haben gezeigt, dass nur die konkrete Tat zu wirklichen Erfolgen führt.“

„Mit der Ausschreibung des Bonner Energieeffizienz-Preises wollen wir ein Zeichen für Energie und Klimaschutz setzen“, sagte SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock. Er erklärte auch, warum ein Unternehmen, das vom Energieverkauf lebt, dafür wirbt, Energie einzusparen: Man müsse nach einem Jahrhundert, in dem der Energieverbrauch steil nach oben gegangen ist, nachhaltig darauf reagieren, dass Energieeffizienz der Weg der Zukunft ist.

Die Siegerprojekte

Ingmar Jochem sanierte einen Altbau aus dem Jahr 1955, der heute sehr viele Energieeffizienz-Standards erfüllt. Er verfügt jetzt über eine Flachdachdämmung nach KfW-Standard, Innen- und Außendämmung mit ökologischen Baustoffen, einen Puffer-Schichtspeicher mit integriertem Gas-Brennwertkessel und Warmwasserinstallation, Solarthermie, einen wassergeführten Kaminofen und vieles mehr. Dafür erhielt Jochem den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis in der Kategorie Privatkunden. In vielen Bereichen ist er durch die Sanierungsmaßnahmen im Eigenheim unabhängiger geworden. „Es macht einfach ein gutes Gefühl“, sagte Jochem. „Es ist toll, wenn man in den Keller geht, um Wäsche aufzuhängen, und hört, wie die Solarpumpe anspringt, weil draußen die Sonne scheint.“

Den zweiten Preis, dotiert mit 3.000 Euro, erhielten Miriam Miranda und Oliver Schürzmann, die ein Siedlungshaus aus dem Jahr 1934 komplett saniert haben: Mit Passivhausfenstern für solare Wärmegewinne, moderner Haustechnik, Solarthermie und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung machten sie aus dem alten Gebäude ein KfW70-Haus, in dem sie den Primärenergiebedarf um rund 75 Prozent reduzieren konnten. „Das Haus hatte vorher katastrophale Energiewerte, und wir mussten etwas machen, um die Energie zumindest einigermaßen in Schach zu halten“, sagte der Familienvater. „Da kam dann eins zum anderen. Das war ein Prozess, den wir durchlaufen haben.“

Den dritten Platz teilen sich zwei Familien: Sarah und Matthias Matern haben ein sanierungsbedürftiges Siedlungshaus von 1950 zum Effizienzhaus mit Dreifach-Verglasung, Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Fassadendämmung und Solarthermieanlage samt Kombispeicher umgebaut. Und Andrea und Tobias Hillebrand bauten in ihr 1929 errichtetes Haus eine solarthermische Anlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung, eine effiziente Wärmedämmung und eine Erdwärmepumpe ein. Beide Familien erhielten einen Scheck über 2.000 Euro.

In der Kategorie Geschäftskunden wurde der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) ausgezeichnet und erhält drei Elektrofahrräder für die Mitarbeiter. Das Bürogebäude in Bonn-Hardtberg wird durch Erdwärme geheizt, die über eine eigene Wärmepumpe gewonnen wird. Ein Blockheizkraftwerk macht den Verein unabhängig vom deutschen Stromnetz und betreibt auch eine Absorptionskältemaschine. Alles wird über eine eigene Energiezentrale geregelt. „Im Prinzip kann das jeder machen, aber ein Blockheizkraftwerk ist besonders dann wirtschaftlich, wenn man einen hohen Energie- und Strombedarf hat“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Linke. Das biete sich deshalb für gewerbliche Kunden eher an als für Einfamilienhäuser. Wichtig sei, Technologien sinnvoll zu kombinieren und eine Gesamtenergiebilanz zu erstellen.

„All diese Projekte unterstreichen die Bedeutung einer gemeinschaftlichen Anstrengung für eine zukunftsfähige Energieversorgung und einen verbesserten Klimaschutz“, sagte Peter Weckenbrock. Die Preisträger fungierten auch als Vorbilder: „Hier ist kopieren ausdrücklich gewünscht.“ 

Die Jury: Dr. Ute Zolondek, Stadt Bonn, Amtsleiterin Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda, Alois Blum, Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg, Rainer Virnich, Sparkasse KölnBonn für die Stiftung Bonner Klimabotschafter, Helmut Hergarten, Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg e.V., Dr. Reinhard Loch, Verbraucherzentrale NRW, Nikolaus Decker, Bund Deutscher Architekten BDA Bonn/Rhein-Sieg, Dr. Rainer Neuerbourg, Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Bernhard von Grünberg (MdL), Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr, Wolfgang Zimmer, Journalist und Peter Weckenbrock, Geschäftsführer SWB Energie und Wasser.

Der Preis: Der Bonner Energieeffizienz-Preis wurde 2015 zum siebten Mal verliehen. Preiswürdig sind private und gewerbliche Projekte und Aktivitäten, die nennenswert und dauerhaft Primärenergie einsparen, zum Beispiel durch Energieeinsparung, Wärmerückgewinnung, Passivhausbauweise, Umstellung von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien. Weitere Infos gibt es unter www.bonner-energieeffizienz-preis.de. (sk)

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