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19.04.2017

Intelligente Zähler für das Stromnetz der Zukunft

Intelligente Zähler für das Stromnetz der Zukunft
Christoph Caspary von SWB Energie und Wasser erläuterte im Bonner Haus der Bildung, wie Smart Meter zum Gelingen der Energiewende beitragen.

Smart Meter sind ein wichtiger Baustein der Energiewelt von morgen. Denn durch den Einsatz dieser digitalen Zähler soll die schwankende Strom-Erzeugung der Zukunft in Einklang mit den Verbräuchen gebracht werden. Wie das funktionieren soll, erklärte ein Vortrag der VHS-Reihe „Energie für Bonn“ im Haus der Bildung.

Christoph Caspary von SWB Energie und Wasser erläuterte, wie Smart Meter zum Gelingen der Energiewende und zum Erreichen der CO2-Einsparziele beitragen. Der erste Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung ist aber der flächendeckende Einbau von elektronischen Haushaltszählern, die allein in Bonn rund 200.000 alte mechanische Zähler ablösen sollen. „Das ist eine Herkulesaufgabe“, verdeutlichte Caspary den damit verbundenen Aufwand.

Gesetzgeber schreibt Einbau vor
Der Energieeffizienzberater erklärte, dass die elektronischen Zähler schon für Neubauten gesetzlich verpflichtend sind sowie für Stromabnehmer mit einem Verbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden im Jahr. Erst ab 2020 sind auch Abnehmer mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden im Jahr gesetzlich dazu verpflichtet. Die meisten Privatleute mit geringeren Verbräuchen betrifft die Neuregelung dagegen erst später. Wenn es soweit ist, werden Netzbetreiber wie BonnNetz rechtzeitig mit den Kunden Kontakt aufnehmen.

Caspary erläuterte, dass die elektronischen Zähler erst dann zu intelligenten Zählern werden, wenn sie die erfassten Daten über Telefonleitungen oder GPRS versenden. Um mehr über diese Technik zu erfahren, testet SWB Energie und Wasser seit rund zehn Jahren den Einsatz von Smart Metern. Seit einigen Jahren gibt es auch das Produkt BonnHome smart. Dabei erfasst der intelligente Stromzähler alle Verbräuche, die dann über ein dazugehöriges Internet-Portal oder eine App eingesehen werden können. So gibt es eine Tages-, Wochen- oder Monatsübersicht zum Vergleich der verbrauchten Kilowattstunden und der entsprechenden Kosten.

Das intelligente Netz reguliert sich selbst
In der Energiewelt der Zukunft sind Smart Meter selbstverständlicher Bestandteil der Haushalte und ein wichtiger Baustein für das Smart Grid – das intelligente Netz, das sich selbst reguliert. Denn durch den vermehrten Einsatz von Erneuerbaren Energien aus Wind, Strom und Wasserkraft und den zeitgleichen Verzicht auf fossile und atomare Energieerzeugung müssen die so entstehenden Schwankungen besser ausgeglichen werden. Christoph Caspary beschrieb im Rahmen seines Vortrags auch, wie die Energiewelt der Zukunft in den drei großen Bereichen Erzeugung, Verbrauch und Speicherung aussehen könnte .

Variable Stromtarife könnten zum Beispiel jenen Abnehmern nutzen, die ein Elektroauto als Stromspeicher nutzen und es immer dann auftanken, wenn reichlich Strom günstig verfügbar ist. Die dazu erforderlichen Daten würden dann ebenfalls über Smart Meter ausgetauscht.

Fakt ist, dass an der Digitalisierung der Energiewende kein Weg vorbeigeht, weil sie gesetzlich gewollt ist. SWB Energie und Wasser rät deshalb den Bonnern, sich jetzt schon mit solchen Themen zu befassen. Informationen zu Smart Metern gibt es zum Beispiel auf den Seiten der Verbraucherzentrale. (sst)

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