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14.11.2017

COP23: Internationales Interesse an Bonner Projekten

COP23: Internationales Interesse an Bonner Projekten
Internationales Interesse an der Bonner Energieerzeugung: Gäste aus Asien und Südamerika besuchten MVA und Heizkraftwerk Nord. Foto: Stadtwerke Bonn / Meike Böschemeyer

Während rund um den UN-Campus die Vertreter aus mehr als 190 Staaten über Fortschritte im Kampf gegen die Erderwärmung verhandeln, vermittelt Bonn mit zahlreichen beispielgebenden Projekten Wege im kommunalen Klimaschutz.

Im Anschluss an den Gipfel der Städte und Regionen im Rahmen der Weltklimakonferenz interessierten sich Gäste aus Taiwan, Palästina, Israel und Brasilien vor allem für die effiziente und klimaschonende Energieerzeugung bei den Stadtwerken Bonn. In der Müllverwertungsanlage erläuterte zunächst Felix Wagner, wie viel Energie im Bonner Abfall steckt. Ohne Einsatz fossiler Brennstoffe werden hier 500 Millionen Kilowattstunden Energie gewonnen und für die Strom- und Fernwärmeproduktion nutzbar gemacht. Aber auch Rohstoffe werden aus dem Restmüll gewonnen: In Bonner Mülltonnen stecken etwa vier Prozent Metalle, wie Kupfer, Eisen, Blei und Aluminium, die aussortiert und wieder verwertet werden.

In unmittelbarer Nachbarschaft besuchten die Gäste aus Asien und Südamerika das Heizkraftwerk Nord in der Karlstraße, das Leuchtturmprojekt für den Klimaschutz in Bonn. SWB-Mitarbeiter Rolf Driller erläuterte die verschiedenen Komponenten des Heizkraftwerks wie Abhitzekessel, Gas- und Dampfturbine, Maschinenhaus und Heisswasserkessel sowie die durchgehend besetzte Schaltwarte und die Wasseraufbereitungsanlagen. Die moderne Technologie erspart der Umwelt 194.000 Tonnen CO-2 jährlich. So viel Kohlendioxid emittieren zum Beispiel 45.000 Mittelklassewagen mit einer Fahrleistung von 20.000 Kilometern pro Jahr.

Der Wirkungsgrad des Kraftwerks beträgt 90 Prozent. Dieser hohe Wert wird erreicht durch die hocheffiziente Arbeitsweise der Gas-und-Dampf-Turbinenanlage, die seit 2013 in Betrieb ist. Im Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung wird Strom (Kraft) produziert und Wärme für Fernwärmeversorgung nutzbar gemacht. Herkömmliche Kraftwerke haben Wirkungsgrade von unter 50 Prozent.

Im Heizkraftwerk Nord entsteht in Verbindung mit der Energie aus der MVA die Bonner Fernwärme als umweltfreundlichste Energieform im Vergleich zu anderen Primärenergieträgern. Sie ist testiert mit einem Primärenergiefaktor „0“ und damit faktisch dem Einsatz Erneuerbarer Energien gleichgestellt. Damit noch mehr Bonner Gebäude an diese klimaschonende Energieform angebunden werden können, wird das Fernwärmenetz ausgebaut. Ziel ist die Erschließung neuer Versorgungsgebiete, der Anschluss neuer Kunden im bestehenden Netz und die Umstellung alter, ineffizienter Einzelfeuerungen auf die Fernwärme. Der Schwerpunkt der Netzerweiterung liegt im Bonner Norden, in den Stadtteilen Tannenbusch, Buschdorf und Auerberg.

Die Klimakonferenz in Bonn
Noch bis zum 17. November findet die 23. Weltklimakonferenz (COP 23) der Vereinten Nationen in Bonn statt. Gastgeber ist das hier beheimatete Klimasekretariat der Vereinten Nationen. Die Präsidentschaft hat Fidschi inne. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht die Umsetzung des 2015 geschlossenen Pariser Klimaabkommens und ihr künftiges Regelwerk.

Bonn präsentiert sich während der Klimakonferenz als gute Gastgeberstadt und Welthauptstadt des Klimaschutzes. Mit ihrer COP23-Kampagne zeigen die Stadtwerke Bonn, dass die Bundesstadt diesen Titel zurecht trägt. Anhand von 23 Bonner Projekten und Angeboten zeigen Mitarbeiter und Geschäftsführer der Stadtwerke Bonn beispielhafte und praxistaugliche Wege, um klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Zu finden sind die Bonner Klimaschutzthemen auf der zur COP23 erstellten, deutsch- und englischsprachigen Website klimahauptstadt-bonn.de.(ws)

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