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21.02.2017

27. Wirtschaftstalk: Nachhaltigkeit für Bonn – global und lokal

27. Wirtschaftstalk: Nachhaltigkeit für Bonn – global und lokal
Vor 200 Gästen diskutierten vier Podiumsgäste über nachhaltiges Wirtschaften beim 27. Wirtschaftstalk.

„Global denken, lokal handeln“ und „Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür“ – das sind zwei zentrale Botschaften aus dem 27. Bonner Wirtschaftstalk. In der Bundeskunsthalle diskutierten vier Podiumsgäste vor 200 Zuschauern über „Sustainability for Bonn“ und den nachhaltigen Wirtschaftsstandort Bonn/Rhein-Sieg.

Auf Nachfrage von Moderatorin Angela Maas erläuterte SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock, dass Nachhaltigkeit durchaus auch marktfähig sein kann: So wird der Strom von SWB Energie und Wasser zu 69 Prozent aus Erneuerbaren Energien gespeist – damit belegt Bonn bundesweit unangefochten Platz eins. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke verdeutlichte, wie in Bonn durch den Ausbau der Fernwärme und die Nutzung des "nachwachsenden Rohstoffs" Hausmüll bereits vor Jahrzehnten die entscheidenden Weichen gestellt wurden, um heute im hocheffizienten Heizkraftwerk Nord klimafreundlich Strom und Fernwärme zu produzieren.

Stadtwerke helfen Energie sparen
Und damit nicht genug: „Wir beraten unsere Kunden, weniger Energie zu verbrauchen“, sagte Weckenbrock. Aufgabe eines kommunalen Energieversorgers sei es eben auch, die Bürger bei der Einsparung von Energie und der Steigerung von Energieeffizienz zu unterstützen. Und wer als Kunde von SWB Energie und Wasser individuell noch mehr für Erneuerbare Energien und seine persönliche Energiebilanz tun möchte, könne das zum Beispiel durch die Nutzung des BonnNatur Stroms, der mit dem Grüner Strom Label in Gold zertifiziert ist.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, sagte: „Die Energiewende besteht nicht nur aus dem Ausbau Erneuerbarer Energien.“ Es sei genauso wichtig, bei den Menschen ein Bewusstsein für Energiesparen und intelligenten Konsum zu wecken. „Verzicht heißt nicht Verzicht auf Lebensqualität“, sagte sie. „Es gibt eine Qualität der Langsamkeit und des Genießens.“ Der Ausbau Erneuerbarer Energien sei bei kluger und vorausschauender Planung mit den Verpflichtungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt und der Biodiversität in Einklang zu bringen, betonte Beate Jessel. Das gelte für den Bau von Offshore-Windparks in der Nordsee, aber auch für die Anlage neuer Stromtrassen.

Kultur der Langsamkeit
Ein Plädoyer für eine Kultur der Langsamkeit hielt Natalie Kirchbaumer, die Geschäftsführerin von "meine ernte – Gemüsegärten". Ihre Kunden können mittlerweile in 26 deutschen Städten kleine persönliche Gartenparzellen mieten, die von Fachleuten angelegt und gepflegt werden. Dort können die Mietgärtner dann eine Saison lang ihr eigenes Gemüse  ernten, lernen aber auch viel über die Aussaat der Pflanzen sowie über die Verarbeitung oder das Haltbarmachen von Gemüse. Schließlich habe das gemeinsame Gärtnern auch eine soziale Komponente, betonte Natalie Kirchbaumer.

Während Urban Gardening in Deutschland eine besonders nachhaltige Freizeitbeschäftigung darstellt, wird die Kunst des Gärtnerns in Entwicklungsländern zu einer Frage des Überlebens: Andreas Proksch von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) berichtete von armen Menschen in Addis Abeba (Äthiopien) und Nairobi (Kenia), die kleinste Parzellen mitten in der Stadt beackern.

Weltklimagipfel als Chance für Bonn
Im November findet in Bonn die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen statt. GIZ-Fachmann Andreas Proksch sieht darin eine weitere Chance, die weltweiten Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit zu verstärken. SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock sagte, neben der wirtschaftlichen Bedeutung sei der Weltklimagipfel für Bonn eine wunderbare Gelegenheit, sich als Gastgeber und als Stadt der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes zu positionieren.

Der Bonner Wirtschaftstalk ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von SWB Energie und Wasser, der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und der Sparkasse KölnBonn. Die Aufzeichnung der 27. Sendung ist verfügbar unter bonner-wirtschaftstalk.de. Getwittert wurde unter dem Hashtag #greenbonn. Bei der 28. Auflage am 26. April geht es unter der Überschrift „Online. Outlet. City“ um den Bonner Handel im disruptiven Wandel. (sst)  

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